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Hessen bei Erweiterung Gimbsheimer Legehennenfabrik einbeziehen - Belastungen für Biebesheim und Stockstadt befürchtet

WIESBADEN/GIMBSHEIM. Die tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag und Biebesheimer Gemeindevertreterin, Ursula Hammann, hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) in einem Schreiben vom 18. September darum, die hessischen Behörden an dem laufenden Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Legehennen-Agrarfabrik der Firma Hego Düngemittelwerk GmbH im rheinhessischen Gimbsheim zu beteiligen. Geplant ist eine Erweiterung der Anlage nahe des jenseitigen Rheinufers auf eine Kapazität von einer Million Hühnern.

Ihre Bitte begründet die Grünen-Landtagsabgeordnete und Gemeindevertreterin in Biebesheim mit dem Verweis auf eine mögliche starke Geruchsbelästigung durch die Anlage. Sowie mit dem Risiko des Übertragens von Keimen, Bioaerosolen, Feinstäuben und Bakterien von dort bei entsprechenden Wetterlagen über den Rhein. Davon könnten zuallererst die Menschen in den dreieinhalb und vier Kilometer entfernt gelegenen hessischen Gemeinden Biebesheim und Stockstadt betroffen sein, schreibt Ursula Hammann. Mögliche Auswirkungen befürchtet sie auch für das nur 580 Meter östlich der Anlage beginnende Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue, Hessens größtes Naturschutzgebiet.

Rheinland-Pfalz kann hessische Behörden einbeziehen

Nach Bundes-Immissionsschutzgesetz bestehe zwar formal keine Vorgabe, angrenzende Bundesländer bei der Genehmigung solcher Vorhaben zu unterrichten und zu beteiligen. Die Behörden in Rheinland-Pfalz könnten dies aber nach eigenem Ermessen tun, erklärt Ursula Hammann in ihrer Pressemitteilung dazu. Das gehe aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage hervor, die sie in dem Zusammenhang an die Hessische Landesregierung gestellt habe.

Wie ihre Parteifreunde im Kreis Alzey-Worms bittet auch die jetzt wieder gewählte hessische Landtagsabgeordnete die rheinland-pfälzische Umweltministerin darum, dass die an die Gimbsheimer Legehennenfabrik angeschlossenen Düngemittelwerke ebenfalls Teil einer Umweltverträglichkeitsstudie im Rahmen der geplanten Erweiterung werden. Abschließend betont Ursula Hammann in ihrem Schreiben an die Staatsministerin, dass die geplante Erweiterung der Anlage auf eine Kapazität von einer Million Hühnern den Tierschutz in ihren Augen ad absurdum führe. Zumal die Anlage in einem Hochwasserschutzgebiet liege, und die Tiere daher bei Hochwasser Gefahr liefen, qualvoll in der Legehennenfabrik zu ertrinken.

Hier der Link zu Ursula Hammanns Schreiben an die rheinland-pfälzische Umweltministerin.

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